CE-Kennzeichnung bei Fenstern – ein wichtiger Hinweis für Bauherren und Hauseigentümer
Wer neue Fenster einbauen lässt, sollte nicht nur auf den Preis, die Wärmedämmung und die Optik achten. Ein wichtiger Punkt, der in der Praxis häufig übersehen wird, ist die vorgeschriebene CE-Kennzeichnung.
Grundsätzlich unterliegen Fenster, die unter die europäische Produktnorm DIN EN 14351-1 fallen und auf dem europäischen Markt bereitgestellt werden, der CE-Kennzeichnungspflicht. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um Holzfenster, Kunststofffenster, Aluminiumfenster oder Fenster aus anderen Materialien handelt.
Auch individuell nach Maß angefertigte Fenster sind grundsätzlich kennzeichnungspflichtig. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Fenster für einen Neubau oder für die Modernisierung eines bestehenden Gebäudes vorgesehen sind. Gesetzlich geregelte Ausnahmen und besondere Produkttypen sind gesondert zu betrachten.
Was bedeutet die CE-Kennzeichnung?
Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller, dass das Fenster hinsichtlich seiner erklärten Leistungsmerkmale nach den geltenden europäischen Vorschriften bewertet wurde und die entsprechenden gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Zu den wesentlichen technischen Eigenschaften gehören insbesondere:
1. Luftdurchlässigkeit
Die Luftdurchlässigkeit wird nach DIN EN 1026 geprüft und nach DIN EN 12207 klassifiziert. Dabei wird untersucht, wie viel Luft bei unterschiedlichen Druckverhältnissen durch das geschlossene Fenster dringen kann.
2. Schlagregendichtheit
Die Schlagregendichtheit wird nach DIN EN 1027 geprüft und nach DIN EN 12208 klassifiziert. Hierbei wird untersucht, wie widerstandsfähig das Fenster gegenüber eindringendem Regenwasser unter bestimmten Druckverhältnissen ist.
3. Widerstandsfähigkeit gegen Windlast
Die Widerstandsfähigkeit gegen Windlast wird nach DIN EN 12211 geprüft und nach DIN EN 12210 klassifiziert. Dabei wird festgestellt, wie sich das Fenster bei Winddruck und Windsog verhält.
Weitere wichtige Eigenschaften sind unter anderem die Wärmedämmung, der Schallschutz und gegebenenfalls sicherheitsrelevante Merkmale.
Die entsprechenden Leistungswerte werden in der Leistungserklärung des Herstellers dokumentiert. Dabei können zulässige Prüf- und Bewertungsverfahren für Fenstersysteme verwendet werden, sodass nicht jedes einzelne Fenster gesondert geprüft werden muss.
Wo befindet sich die CE-Kennzeichnung?
In der Praxis befindet sich die CE-Kennzeichnung häufig auf einem Aufkleber oder Etikett am Fensterrahmen, beispielsweise im Fensterfalz.
Sie muss jedoch nicht zwingend dauerhaft sichtbar am eingebauten Fenster angebracht sein. Unter den gesetzlich vorgesehenen Voraussetzungen kann die Kennzeichnung auch auf der Verpackung oder in den Begleitunterlagen erfolgen.
Fehlt eine sichtbare Kennzeichnung am Fenster, sollte sich der Bauherr die entsprechenden Nachweise vom Fensterlieferanten oder ausführenden Fachbetrieb vorlegen lassen.
Wichtig ist dabei, dass die gelieferten Fenster eindeutig den jeweiligen Produkt- und Leistungsangaben zugeordnet werden können.
Auch Rechnungen und Lieferscheine können hierfür eine wichtige Dokumentationsgrund


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